Angst vor Romantik?

MAN Diesel & Turbo präsentieren exklusiv das 5. Sinfoniekonzert

Sie ist die vorherrschende musikalische Stilrichtung des 19. Jahrunderts: Von 1830 bis circa 1900 schlägt die Romantik in ihren diversen Formen Komponisten, Musiker und Konzerthäuser in ihren Bann. In ihrem nächsten Sinfoniekonzert machen die Augsburger Philharmoniker einen Ausflug in die Epoche, die zu ihrer Zeit den Gegenpol zur Wiener Klassik Haydns und Mozarts darstellen sollte.

Im Laufe des 17. Jahrhunderts hatte sich, ausgehend vom französischen „romantique“ das Adjektiv „romantisch“ in der deutschen Sprache etabliert, zunächst mit der Bedeutung „wie ein Roman“, später als Gegenbegriff von Klassik und Aufklärung, der das Fantastische, Irrationale, Gefühlsbetonte beschrieb. Die musikalische Romantik folgte jedoch erst mit einigem Abstand auf ihr literarisches Pendant, das seine Anfänge bereits Ende des 17. Jahrhunderts verzeichnet.

Dass sich hinter dem Begriff „Romantik“ unter anderem in der Orchestermusik vielfältige Ausdrucksformen verbergen, zeigen die Augsburger Philharmoniker in ihrem 5. Sinfoniekonzert Angst vor Romantik? Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Domonkos Héja laden die Musiker am 27. und 28. Februar um je 20 Uhr in den Kongress am Park. Auf dem Programm stehen dabei Brahms‘ Konzert für Violine, Violoncello und Orchester und Ernö Dohnányis erste Sinfonie.

Johannes Brahms

Die Werke von Johannes Brahms werden heute der Hochromantik zugerechnet, wenn sich auch ihr Tonfall durch Brahms‘ Hinwendung zu traditionellen Formen und Kompositionsweisen aus Barock und Klassik vom Tonfall seiner Zeitgenossen abhebt. Das Konzert für Violine, Cello und Orchester ist sein letztes Orchesterwerk. Aus Liebe zur Tradition greift Brahms hier eine Konzertform der Klassik auf (die Sinfonia concertante), versetzt sie aber in die Klangwelt der Spätromantik.

Ernö Dohnányi

Ernö Dohnányis erste Sinfonie wird im Rahmen des 5. Sinfoniekonzerts zum ersten Mal in Augsburg erklingen. Das Werk zeigt sowohl Brahms‘ Einfluss auf den jungen Komponisten, wie auch die erstaunlich reife Kompositionstechnik, über die der gerade 24-Jährige Dohnányi bereits verfügte.

Wir freuen uns, dass dank der Unterstützung von MAN Diesel & Turbo auch für dieses Konzert wieder zwei großartige Solisten gewonnen werden konnten, die das Orchester bei Johannes Brahms Komposition unterstützen: Violonist Barnabás Kelemen und Cellist László Fenyö. Beide Musiker verbindet sowohl eine langjährige Zusammenarbeit mit Generalmusikdirektor Domonkos Héja, als auch eine gemeisame erfolgreiche Karriere mit dem Kelemen Quartett.

Angst vor Romantik?
5. Sinfoniekonzert
MAN-Konzert
27. und 28. Februar 2017
Kongress am Park

Opernproduktion „im Geiste Shakespeares“

Er gilt als einer der größten italienischen Opernkomponisten: Giuseppe Verdi. Auch 116 Jahre nach seinem Tod werden Regisseure, Dirigenten, Sänger und Musiker nicht müde, seine Kompositionen zu interpretieren und weltweit in Szene zu setzen. Auch unser Musiktheater-Ensemble widmet sich aktuell einem Klassiker Verdis: Sein Spätwerk Otello feierte am Sonntag Premiere im Kongress am Park.

Eine Geschichte voller brennender Leidenschaften

Die Handlung der Oper geht auf die gleichnamige Tragödie von William Shakespeare zurück: Feldherr Othello bringt in rasender, blinder und durch den Intriganten Jago befeuerter Eifersucht zunächst seine geliebte Ehefrau Desdemona und schließlich sich selbst um. Eine Geschichte voller brennender Leidenschaften, die Giuseppe Verdi und Librettist Arrigo Boito zu einer Oper verarbeiteten.

Um Figuren, Handlung und Musik in eine dramatische Einheit zu bringen, haben Verdi und Boito bewusst mit tradierten Opernkonventionen gebrochen. So wäre eine zweisätzige Auftrittsarie für Othello beispielsweise absolut fehl am Platz und würde die Handlung unnötig aufhalten. Stattdessen präsentiert uns Verdi in aller Kürze einen glorreichen Helden und strahlenden Liebhaber, dessen Strahlkraft fast schon zu hell ist, um wahr zu sein. Als Verdis spätes Meisterwerk zeigt Otello im „Geiste Shakespeares“ exemplarisch die zersetzenden Kräfte von falscher Identifikation, Verblendung und Manipulation auf – Themen, die Drama und Oper zeitlos erscheinen lassen.

Im Gegensatz zum shakespearschen Original verzichtet Regisseurin Michaela Dicu allerdings auf die Darstellung von Othello als Mohr. Ihre Hauptfigur ist nicht farbig: „Meiner Meinung nach ist die schwarze Hautfarbe eine bildlich-sichtbare Übersetzung von Othello als dem Außenseiter. Aber ich brauche keine dunkle Hautfarbe, um das zu erzählen.

Michaela Dicu inszenierte

Genau 130 Jahre nach der Uraufführung der Verdi-Oper an der Mailänder Scala setzt Michaela Dicu die Geschichte um Intrigen, Eifersucht und Mord im Kongress am Park für das Theater Augsburg in Szene. Dabei ist die freischaffende Regisseurin in Augsburg keine Unbekannte: In der vergangenen Spielzeit inszenierte sie die Kinderoper Kannst du pfeifen, Johanna?, die als mobile Produktion in Augsburger Schulen und der Region zu sehen war. Zudem assistierte sie Peter Konwitschny bei der Neuinszenierung der Oper Lady Macbeth von Mzensk an Det Koneglige Theater Kopenhagen und übernahm in der Spielzeit 2015/16 die Einstudierung dieser Produktion am Theater Augsburg.

Ihr zur Seite steht das in Augsburg ebenfalls bewährte Ausstattungs-Duo Okarina Peter und Timo Dentler. Die beiden Bühnen- und Kostümbildner hüllten in der Fuggerstadt bereits mehrere Produktionen in Farben und Formen und ließen Räume und Darsteller strahlen: So zuletzt bei Lady Macbeth von Mzensk, den Blues Brothers, Hair und vielen mehr. Die musikalische Leitung des Abends hat Generalmusikdirektor Domonkos Héja, der gemeinsam mit den Augsburger Philharmonikern musikalisch durch den Abend führt.

Gelungene Premiere

Premiere feierte die Produktion vergangenen Sonntag, 19. Februar. Auch die Presse zeigt sich überzeugt:

„Eine saftige, lustvoll angespielte Verdi-Symphonie, eruptiv, dunkel grundiert, manchmal auch zu knallig. Chefdirigent Domonkos Héja ist ganz Fels in der Brandung, koordiniert unerschütterlich, dreht auf, wo es sein darf, bleibt aber immer sängerdienlich und hält den hochpräzisen Chor auf Kurs. Eine der faszinierendsten Augsburger Produktionen der vergangenen Jahre. Was so alles aus Not geboren werden kann.“ Markus Thiel, Münchner Merkur

„Wenn Zurab Zurabishvili in der expansiven Titelrolle, Antonio Yang als diablosicher Marionettenführer Jago und Sally du Randt als jugendlich-tönende Desdemona ihre anfängliche Anspannung hinter sich gelassen haben, entwickelt sich einschließlich Chor ein Glanz, wie er kaum zu erhoffen war. Große Klasse!, gestützt von Ji-Woon Kim (Cassio) und Kerstin Descher (Emilia).“ Rüdiger Heinze, Augsburger Allgemeine

Die zweite Vorstellung ist bereits heute Abend, 21. Februar 2017. Um 19.30 Uhr wird Verdis packende Oper ein zweites Mal im Kongress am Park zur Aufführung kommen.

Ein Erfolgsroman auf der Augsburger Kellerbühne

Es war der Überraschungs-Bestseller 2015/16: Auerhaus. Im Mai 2015 erschienen, wurde Bov Bjergs WG-Roman – weder durch den Namen eines großen Verlagshauses, noch durch eine Erwähnung im Rahmen einer Buchpreisverleihung – zunächst zum Geheimtipp, bekam eine Empfehlung beim Literarischen Quartetts und hielt sich schließlich sage und schreibe 37 Wochen auf der Bestsellerliste.

Worum gehts?

Westdeutsche Provinz, mitten in den Achtzigern: das Abitur steht kurz bevor, da begeht Frieder einen Selbstmordversuch. Um ihm neuen Lebenswillen zu impfen, eröffnet sein bester Freund Höppner kurzerhand eine WG. Ein altes Bauernhaus auf dem schwäbischen Land wird für sechs Freunde zum Lebensmittelpunkt, zur rettenden Festung gegen die lästigen Pflichten, die Zukunft und das Erwachsenwerden, zum Ort großer Freiheit und doch großer Verantwortung. Denn über all der Leichtigkeit und Unbeschwertheit schwebt Frieders Ankündigung, „es“ wieder zu tun.

Nun kommt die Erfoglsgeschichte auf die Augsburger Kellerbühne: Regieassistentin Bibiana Picado Mendes wird Bov Bjergs Coming-of-Age-Roman im hoffmannkeller in Szene setzten. Bereits in der Spielzeit 2015/16 bewies die Nachwuchs-Regisseurin mit Der Russe ist einer, der Birken liebt ihr Können auf der Augsburger Studiobühne. Am 10. Februar soll nun die zweite Inszenierung folgen. Nicht verpassen!

Premiere AUERHAUS
10. Februar 2017
20.30 Uhr
hoffmannkeller

Im Zeichen der vier Saiten

Einigen Freunden der Augsburger Philharmoniker dürfte die in dieser Saison am Theater Augsburg als Artist in Residence engagierte Bratschistin Ruth Killius bereits aus dem vergangenen Sonderkonzert Streichtrio bekannt sein. Am Sonntag ist Ruth Killius erneut im Rahmen eines Sonderkonzerts mit den Augsburger Philharmonikern im Goldenen Saal zu erleben.

Die Kammermusik liegt der Bratschistin Ruth Killius besonders am Herzen: bereits 1994 gründete sie gemeinsam mit Thomas Zehetmair das renommierte Zehetmair Quartett und tat sich vergangenes Jahr, im Sommer 2016 mit Ihrem langjährigen Kammermusikpartner Willi Zimmermann (Violine) und Daniel Haefliger (Cello) zum Trio Alexander zusammen. Als solches präsentieren die drei Musiker mit Werken von Schubert, Hindemith und Mozart regelmäßig Komponisten, die – bis auf Wolfgang A. Mozart – auch am Sonntag im Goldenen Saal auf dem Programm stehen.

Denn unter dem Titel Eine Stunde Streicher lädt die Steicher-Riege des Orchesters zu einer Konzert-Matinée, bei der Stücke von Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy und Paul Hindemith zu Gehör kommen werden.

Die Kompositionen von Schubert und Mendelssohn trennen nur wenige Jahre: So komponierte Felix Mendelssohn Bartholdy seine 12 Streichersinfonien, von denen am Sonntag die Sinfonie Nr. 2 und Nr. 10 zu hören sein werden, im zarten Jugendalter von nur 12 bis 14 Jahren also zwischen 1821 und 1823. Franz Schubert widmet sich in seiner 1824 erschienenen Arpeggione-Sonate dem gleichnamigen Instrument – einer Mischung aus Gitarre und Cello, die allerdings zu seinen Lebzeiten nur wenige Musiker für sich entdeckten. Ohne Schuberts Sonate wäre der Arpeggione sicherlich vollständig in Vergessenheit geraten. Bei dem Konzert im Goldenen Saal erklingt die Sonate in einer Bearbeitung für Bratsche und Streichorchester.

Zu Paul Hindemith, dem dritten Komponisten im Bunde, hat Solistin Ruth Killius eine äußerst starke Verbindung, von der nicht zuletzt ihre mit der französischen goldenen Stimmgabel – Diapason d’Or – prämierte CD-Aufnahme von dessen Streichquartett Nr. 4 mit dem Zehetmair Quartett zeugt. Am Sonntag kommt Paul Hindemiths Trauermusik zur Aufführung. Diese schrieb der Komponist im Januar 1936 als Nachruf auf den englischen König George V. Der König starb in der Nacht während Hindemiths London-Aufenthalt in der britischen Hauptstadt. Eigentlich sollte sein Viola-Konzert Der Schwanendreher dort am nächsten Abend zur Aufführung kommen. Aufgrund des Todesfalls wurde die Aufführung des Konzertes für den Abend jedoch abgesagt und Hindemith komponierte kurzfristig in nur sechs Stunden die Trauermusik, die stattdessen erklang.


Sonderkonzert
Eine Stunde für Streicher
29. Januar | 11 Uhr | Goldener Saal

Vom Großen Haus ins Medienlabor

Nach längerer Premierenpause kommt das Schauspiel Ende Januar und Anfang Februar wieder so richtig in Fahrt: Zuerst Dostojewskijs Erzählung Der Traum eines lächerlichen Menschen (Premiere am 26. Januar) im hoffmannkeller, dann sieht Christian Weises FaustInszenierung am 4. und 7. Februar einer Doppelpremiere in der brechtbühne entgegen!

Dabei war lange nicht klar, ob die ursprünglich als großer Schauspielabend im Großen Haus geplante Inszenierung von Faust I & II nach der Schließung überhaupt gezeigt werden kann. Dass jetzt sogar das im Spielzeitheft abgedruckte Premierendatum gehalten werden konnte ist einigen glücklichen Umständen zu verdanken – aber auch mit Kompromissen verbunden, die bei der Disposition von Inszenierungen und Abonnements in der brechtbühne eingegangen werden mussten. Jetzt freuen wir uns, Ihnen diesen Klassiker in der laufenden Saison am Theater Augsburg zeigen zu können. An Faust hat Johann Wolfgang von Goethe über 60 Jahre lang gearbeitet – und bis heute hat das Werk nicht an Faszination und Aussagekraft verloren.

Diesem Aspekt widmet sich das Regieteam um Christian Weise in seiner Inszenierung für das Theater Augsburg. Darin wird die brechtbühne zum Medienlabor und die moderne Faust-Rezeption im Kontext einer altbekannten Inszenierung aufgearbeitet. Regisseur Christian Weise, der vom Augsburger Publikum bereits für seine Heilige Johanna der Schlachthöfe und Platonow am Theater Augsburg reichlich Lob erhalten hatte, erläutert den Ansatz der Inszenierung in der aktuellen Ausgabe unserer Theaterzeitung:

„Wir gestalten die brechtbühne zu einem Medienstudio um, in dem wir auf den Spuren der Gründgens-Inszenierung am Schauspielhaus Hamburg von 1960 den Fauststoff sezieren. Das heißt praktisch, dass wir die Gründgens-Inszenierung nachspielen, um herauszufinden, was sich in der Rezeption zu heute verändert hat. Wir versuchen die Lücke, die schon allein zeitlich entstanden ist, auszuloten. Die Differenz, die zwischen den verschiedenen Ebenen der Inszenierung von damals und unserer von heute entsteht, interessiert mich.“

Eine wichtige Frage war für Weise dabei: „Sind wir Faust? Was hat der moderne Mensch Faust, der nach höherer Erkenntnis strebt, mit mir, dem postmodernen Menschen von heute, zu tun?“ Den Anreiz, das Werk auf die Bühne zu bringen, liegt für ihn in der Natur des Werkes selbst:

„Goethe selbst fand das Stück unspielbar, und wenn ich mich mit Faust II beschäftige, verstehe ich auch, warum er das gesagt hat. Trotzdem ist das gesamte Werk allein schon durch die Sprache zu einem deutschen Mythos geworden. Dieser Widerspruch interessiert mich.“


Faust
nach Johann Wolfgang von Goethe
4. Februar bis 17. April in der brechtbühne
Es gibt noch Karten für die Vorstellungen im April

Eine Fusion aus Schauspiel und Tanz

Weil alles völlig sinnlos und gleichgültig erscheint, beschließt ein Mensch seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch die Hilfsbedürftigkeit eines kleinen Mädchens bringt ihn ins Grübeln und des Nachts im Traum gerät er auf eine wunderbare Reise …

Regieassistent Richard Wagner bringt Fjodor Dostojewskijs Der Traum eines lächerlichen Menschen am 26. Januar auf die Bühne im hoffmannkeller. In seinem Regiedebüt inszeniert er die fantastische Erzählung als Grenzwanderung zwischen Träumen und Wachen, Leben und Sterben. Das Besondere an der Inszenierung: gemeinsam mit Schauspieler Sebastian Baumgart agiert die Tänzerin Katrin Schafitel:

Die gebürtige Augsburgerin ist als freischaffende Tänzerin tätig, beherrscht sowohl klassisches als auch zeitgenössisches Vokabular und arbeitete bereits mit unterschiedlichsten Choreografinnen/Choreografen und Regisseurinnen/Regisseuren – sowohl in der Freien Szene als auch an festen Opernhäusern. Gemeinsam mit Katja Wachter erhielt Katrin Schafitel 2012 beim XVI. Festival of Choreographic Miniatures in Belgrad den „Critics Award“ für das Duett Boléro-Bolero. Zudem wurde sie bereits auf nationale und internationale Festivals eingeladen – und bekam sowohl 2013 als auch aktuell 2017 ein Arbeits- und Weiterbildungsstipendium vom Kulturreferat München, um ihre eigenen choreografischen Arbeiten auf- und auszubauen.

Ihr besonderes Interesse gilt derzeit der Improvisation mit und in Begleitung zeitgenössischer Live-Musik. Zuletzt hat sie gemeinsam mit der kanadischen Choreografin und Tänzerin Jasmine Ellis im Schwere Reiter in München vier Improvisationsabende For…To…Step…Next mit Akteuren unterschiedlichster Disziplinen veranstaltet. Außerdem organisiert sie kontinuierliche professionelle Trainingsangebote für Tänzerinnen/Tänzer mit internationalen Dozenten in der Tanztendenz München.

Mit Der Traum eines lächerlichen Menschen ist die Tänzerin nun zum ersten Mal zu Gast am Theater Augsburg und wagt sich mit dieser Produktion auf neues Terrain: das Zusammenspiel von Schauspiel und Tanz. Seit Rund einem Monat ist das Team am Experimentieren, Einstudieren und Proben. Derzeit befindet sich die Produktion, die am 26. Januar um 20.30 Uhr im hoffmannkeller Premiere feiert, in den Endproben. Wir sind gespannt!

Die ersten Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Weitere Termine finden Sie auf unserer Homepage. Karten erhalten Sie über den Online-Ticket-Service oder bei unserem Besucherservice – telefonisch unter 0821. 324 49 00 oder persönlich in der Kassenhalle.

Aktuelle Kompositionen mit Subtext

Vergangenes Jahr, am 28. Januar 2016, präsentierten die Augsburger Philharmoniker in der Reihe Zukunft(s)musik die Komposition In vain des deutschen Komponisten Georg Friedrich Haas (*1953) in einer abgedunkelten brechtbühne. Ein Jahr später meldet sich das Orchester mit einem weiteren außergewöhnlichen Konzertabend der Reihe zurück: Unter dem Titel Kommentare stehen drei Orchesterwerke auf dem Programm, die zwischen 2006 und 2012 komponiert wurden. Alle drei Stücke vereint ihr musikalisch-kommentierender Charakter.

Zukunft(s)musik | Kommentare
Mittwoch, 25. Januar 2017 | 20 Uhr | MAN-Museum

Neue Musik wird am Theater Augsburg groß geschrieben. Davon zeugen Opern-Inszenierungen, wie zuletzt Luigi Nonos Intolleranza 1960, Alexander Zemlinskys Der König Kandaules oder Udo Zimmermanns Kammeroper Weiße Rose. Dabei liegen die Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts nicht nur der Leitung des Hauses, sondern auch den Musikerinnen und Musikern der Augsburger Philharmoniker selbst am Herzen. Und so geht die Reihe Zukunft(s)musik, die in der Spielzeit 2009/10 ihren Anfang nahm, auf einen Wunsch des Orchesters zurück.

Im diesjährigen Konzertabend, der dieses Mal im MAN-Museum inmitten historischer Motoren und Maschinen stattfindet und den Titel Kommentare erhalten hat, kommen gleich drei lebende Komponisten zu „Wort“. Alle drei Orchester- bzw. Ensemblestücke wurden in den letzten beiden Dekaden geschrieben und uraufgeführt. Die Komposition Légendes urbaines (2006) des französischen Komponisten Tristan Murail (*1947) blickt am 25. Januar im MAN-Museum sogar seiner Deutschen Erstaufführung entgegen! Von 1991 bis 1997 lehrte Murail Komposition am französischen Forschungsinstitut IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) für Akustik und Musik im Pariser Centre Pompidou, das von Pierre Boulez mitbegründet wurde. Am selben Institut arbeiteten auch die anderen beiden Komponisten des Abends: Mark André (*1964), vom dem die Komposition AZ (2013) im MAN-Museum zu hören sein wird, sowie der Heidelberger Komponist Arnulf Herrmann (*1968), der mit dem ersten Band „Vol. 1“ seiner Fiktiven Tänze (2008) auf dem Programm steht.

Der Zukunft(s)musik-Konzertabend 2017 dürfte demnach also erneut ein Fest für alle Freunde der Neuen Musik und interessierte Einsteiger auf diesem Gebiet werden! Dirigent des Abends ist Thomas Herzog, der bereits mehrere Konzerte im Bereich der Neuen Musik mit dem Sinfonieorchester Basel gab.

Online-Tickets (freie Platzwahl, € 21) für das Konzert

Musikalisches Wüsten-Abenteuer

In der großen, weiten Wüste hat es eine Räuberbande nicht leicht. Und ein Räuberbandenhauptmann erst recht nicht. Ständig erwarten die anderen
Räuber etwas Großes von ihrem Anführer: einen schlauen Plan, einen mutigen
Überfall, kostbare Beute. Aber in letzter Zeit läuft’s einfach nicht rund. Als der Räuberhauptmann bei seinem nächsten Überfall wieder nur einen
alten Sack erbeutet, kommt es in der Bande zur Meuterei.

Dabei ahnen die Räuber nicht, dass sich genau in diesem alten Sack einer der größten
Schätze des Morgenlandes befindet, hinter dem noch dazu der grausame Sultan her ist …

2. Familienkonzert |
Die fünf Räuber und das Geheimnis im Sack
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22. Januar 2017 | 11 Uhr | Kongress am Park

Schauspieler Arno Friedrich erzählt die witzige und lehrreiche
Geschichte von der chaotischen Räuberbande zu Nikolai Rimski-Korsakows Orchesterwerk Scheherazade. Die sinfonische Dichtung über eine Erzählung aus Tausendundeiner Nacht lässt mit ihren orientalischen Klängen das Morgenland vor dem inneren Auge erstehen.

Geeignet ist das musikalische Wüsten-Erlebnis für Familien und Kinder ab 5 Jahren. Lüften Sie im 2. Familienkonzert gemeinsam mit den Augsburger Philharmonikern und der Räuberbande das Geheimnis im Sack – am 22. Januar um 11 Uhr im Kongress am Park.


Die fünf Räuber und das Geheimnis im Sack ist eine Produktion des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks.

Auf ein Neues

Seriös, investigativ und politisch engagiert – so kennt und schätzt man quick & dirty seit Jahrzehnten. Und das bleibt auch so. Vorerst. Wir versprechen Orientierung und Klarsicht in turbulenten Zeiten und schauen dabei auch manchmal über den Tellerrand. Nicht nur am Theater Augsburg, auch anderorts gibt es ein Kommen und Gehen, möglicherweise sogar mit gravierenderen Folgen: Genau eine Woche nach quick & dirty beginnt die Amtszeit des neuen US-Präsidenten, eines gewissen Trump Donald, Enkel des bayerischen Einwanderers Trump Friedrich …

Wie finden wir das? Wie konnte das passieren? Und wie soll es jetzt weitergehen? Als Expertin zu unserer großen Freude mit dabei: Frau Professorin Britta Waldschmidt-Nelson, die seit Oktober 2016 eine Professur für die Geschichte des Europäisch-Transatlantischen Kulturraums an der Universität Augsburg innehat.

quick & dirty
13. Januar 2017 | 22.30 Uhr | hoffmannkeller

Durch dick und dünn

Gordon und Tapir teilen sich eine Wohnung. Doch sie sind nicht nur Nachbarn, sondern die besten Freunde. Dabei könnten die beiden unterschiedlicher gar nicht sein. Pinguin Gordon liebt es sauber und ordentlich: Seine Fischdosen sind korrekt gestapelt, das Bett ist gemacht und alles steht an seinem Platz. Tapir dagegen liebt das Chaos: Aufräumen findet er viel zu langweilig und so verteilt er seine Sachen in der gesamten Wohnung. Spielen ist schließlich viel spannender! Da ist das Zusammenleben natürlich nicht leicht und der Ärger vorprogrammiert: Der Pinguin hat nach kurzer Zeit genug von der Unordnung, die in der ganzen Wohnung herrscht. Tapir fühlt aber sich in seinem Chaos viel wohler und hat Gordons ständige Nörgelei satt.

Wie die beiden ihr Problem lösen und ob sie auch weiterhin trotz der vielen Unterschiede befreundet bleiben? Wir zeigen das Abenteuer der beiden Freunde am Sonntag, 15. Januar 2017 in der Probebühne 4.

Regisseurin Gianna Formicone setzte die Geschichte nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Sebastian Meschenmoser bereits in der vergangenen Spielzeit für das Theater Augsburg in Szene. Seitdem ist das Stück für Kinder ab 4 Jahren in der Region unterwegs: als mobile Produktion ist Gordon und Tapir bei Theaterpädagogin Nicoletta Kindermann buchbar (Kontakt: nicoletta.kindermann@augsburg.de) und ist so immer wieder in Kindergärten, -horte und Schulen zu Gast.

Nun zeigen wir die Inszenierung mit Klaus Müller und David Dumas noch einmal in unseren eigenen Räumen: am Sonntag, 15. Januar 2017 um 11.00 Uhr in der Probebühne 4 (über der brechtbühne).

Unbedingt vorbeikommen!